Pädagogik in der Kinderkrippe

In den ersten Lebensjahren erlebt das kleine Kind sich selbst und seine Umwelt mit allen Sinnen. Das Kind ist offen für alle Reize, Sinneseindrücke und Stimmungen und kann sich noch nicht von diesen abgrenzen. Damit sich das Kind gut entfalten kann, muss es sich besonders in dieser Zeit geborgen und geschützt fühlen. In unserer Arbeit achten wir deswegen besonders auf eine gute, stabile Beziehung zu dem Kind. Jedes Kind hat eine feste Bezugserzieherin, die es im Alltag individuell begleitet. Das bedeutet, das Kind im freien Spiel zu begleiten, es zu trösten, mit ihm die Mahlzeiten einnehmen, zu wickeln und beim An- und Ausziehen zu helfen. Somit hat das kleine Kind auch in der Krippe immer eine Person, an die es sich wenden kann und die angesprochen wird, wenn es nötig ist.

Die innere Haltung des Erziehers spielt in unserem Alltag eine große Rolle, da die Kinder alle Stimmungen und Gefühle des Erwachsenen mit aufnehmen können. Das Prinzip von Vorbild und Nachahmung wird bei uns geachtet und gelebt.

Ein wiederkehrender Rhythmus an den einzelnen Tagen vermittelt den Kindern Sicherheit und Stabilität im Alltag. Dieser richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Das Hauptaugenmerk wird auf das freie Spiel gelegt. Das Spielmaterial und die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass es die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt.

Zur Eingewöhnung:

Die Bezugserzieherin besucht das Kind zu Hause vor seiner Eingewöhnung in die Krippe. Dort erlebt sie das Kind in seinem gewohnten Umfeld und kann somit einen ersten Kontakt knüpfen. Auch ist eine gute Erziehungspartnerschaft zwischen Erziehern und Eltern sehr wichtig. Das kleine Kind ist ganz Sinnesorgan und kann Stimmungen und Gefühle der Erwachsenen bei der Eingewöhnung mit aufnehmen. Ein Verhältnis, das von Offenheit, Respekt und Empathie geprägt ist und auf Augenhöhe verläuft ist ein Gewinn für beide Seiten und das Kind.

1.-3. Tag: Mit Bezugsperson eine kurz vereinbarte Zeit in der Krippe

4. Tag: Erst mit Bezugsperson dann 1. Trennung

Je nach Verlauf der ersten Trennung wird über das weitere Vorgehen entschieden. Eine Eingewöhnung kann 2-4 Wochen andauern, in der die Eltern sich bereithalten müssen.